Wussten Sie schon? Der Große Inselsberg ist der Überrest eines Vulkankraters. Denn eine Wanderung auf dem Tabarzer Vulkansteig lässt erahnen, wie vor 300 bis 270 Millionen Jahren gewaltige Vulkanausbrüche den Superkontinent Pangäa immer wieder erschütterten und fortwährend veränderten. Im wildromantischen Lauchagrund, einem der schönsten Felstäler Thüringens, schlängelt sich das Flüsschen Laucha durch teilweise bizarre Felsformationen. Sie sind beeindruckende Überbleibsel der vulkanischen Vergangenheit und bieten heute beste Möglichkeiten für den Klettersport. Ein Geschenk für Geologen und Paläontologen ist der aktive Steinbruch des Bad Tabarzer Hartsteinwerkes. Er ist eine der wichtigsten Fundstellen für Insekten aus der Zeit des Unteren Perm (Rotliegend). Eine Sensation war 1989 der Fund des Fragmentes einer Rie-seneintagsfliege. Diese Ur-Fliege hatte eine Flügelspannweite von stolzen 45 cm und ist das größte Insekt aus jener Zeit, das bislang in Deutschland gefunden wurde. Eine lebensgroße Nachbildung dieses Rieseninsektes ist in der Ausstellung „Gipfeltreffen“ im Aussichtsturm auf dem Großen Inselsberg zu sehen.

Neben unzähligen versteinerten Fährten und Einzelknochen von landlebenden Ursauriern wurde auch ein fast vollständiges, etwa 40 cm langes Skelett von Cabarzia trostheidei gefunden. Dieser Ursaurier ist einige Millionen Jahre älter als das berühmte „Tambacher Liebespaar“ und ein Urahn der späteren Säugetiere. Seine Nachbildung ist entlang des Saurier-Erlebnispfades zu sehen. Und wie sah hier die Pflanzenwelt aus? In einer Landschaft mit Flüssen, Seen und Vulkanen wuchsen Baumfarne, Riesenschachtelhalme mit dicken Stämmen, Bandblattgewächse mit bis zu 50 cm langen Blättern, Samenpflanzen mit farnartigem Laub (Farnsamer) sowie verschiedene Koniferen-Arten. Letzte gelten als Vorgänger der heutigen Nadelbäume. Vor allem die im Hartsteinwerk gefundenen unzähligen Fossilien zeichnen ein recht deutliches Bild über Flora und Fauna in diesem vulkanischen Zeitalter.

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