Flora

Die Flora im Gebiet der Drei Gleichen lässt sich gliedern in

  • die Nordhänge der Muschelkalk und Keuperhügel,

  • die Südhänge mit den Badlands und

  • die Ebene in der Grabenzone der Eichenberg-Gotha-Arnstadt-Saalfelder Störungszone (kurz: EGAS).

An den Nordhängen ist ein Eichen-Hainbuchen-Linden-Wald mit u. a. Winterlinde (Tilia cordata) und Ahorn (Acer) vorherrschend. An einigen Stellen ist die Waldzusammensetzung noch weitgehend natürlich.

Die Strauch- und Krautschicht ist sehr artenreich, einige Beispiele: Weißdorn (Crataegus), Geißblatt (Lonicera periclymenum), Schneeball (Viburnum opulus), Lungenkraut (Pulmonaria officinalis), Kreuzenzian (Gentiana cruciata), Kleines Birnkraut (Pyrola minor), Hohler Lerchensporn (Corydalis cava), Schlüsselblume (Primula veris), Echte Sternmiere (Stellaria holostea) und viele einheimische Orchideen.

Die Badlands selbst weisen nur vereinzelt Wilde Rosen, Kiefernkrüppel oder Schlehen (Prunus spinosa) auf, aber an den Fußzonen der Südhänge haben sich viele wärmeliebende Pflanzen angesiedelt, deren Hauptverbreitungsgebiet Südosteuropa ist. Das sind beispielsweise Haarpfriemgras (Stipa capillata), Adonisröschen (Adonis), Dänischer Tragant (Astragalus danicus), Steppensalbei (Salvia sylvestris), Echte Kuhschelle (Pulsatilla vulgaris), Zottige Fahnenwicke (Oxytropis pilosa) und Deutscher Alant (Inula germanica).

Im Übergang zum Sandstein hangaufwärts stehen vereinzelt Kiefern (Pinus), Schwarzpappeln (Populus nigra) und Birken (Betula).

 

Fauna

Auch die Fauna ist in diesen Gebieten sehr artenreich: zahlreiche Schmetterlinge und Käfer sind hier heimisch, aber auch Eidechsen (Lacertidae), Ringelnattern (Natrix natrix) und Blindschleichen (Anguis fragilis). Oft sind Bussarde (Buteo), Falken (Falco) und der Rote Milan (Milvus milvus) zu beobachten - selten dagegen Eisvogel (Alcedo atthis), Neuntöter (Lanius collurio) und Steinsperling (Petronia petronia). Die Ebene wird überwiegend landwirtschaftlich genutzt; eine Besonderheit stellen die ehemaligen Torfstiche unterhalb der Schloßleite dar. In und um die 1 bis 3 m tiefen Restlöcher haben sich viele Fische, Frösche, Molche und Kröten angesiedelt (vgl. KRÄHAHN 1993).